Bremen, Meisenfrei

Feste soll man feiern wie sie fallen, Ischa Freimaak … Die Zugabe in der Meise!

Foto: Thomas Borchardt
Eigentlich ist der Plan für diesen wunderschönen Samstagvormittag recht einfach: Wir treffen uns beim Meisenfrei, laden unser Equipment vom Vorabend ein, fahren alle glücklich und beseelt von diesem wunderschönen Vorabend nach Hause und ruhen uns erst einmal aus nach all dem Stress der letzten Wochen und Tage.

Termin ist, wenn wir da sind … Pläne sind dafür da, um geändert zu werden … oder so ähnlich!

Die Realität sieht dann nämlich wie folgt aus:
Nach einer dem 20-jährigen Bühnenjubiläum von Kaja und Jana gebührenden durchzechten Nacht treffe ich mit Kaja nach extrem wenig Schlaf und dafür umso mehr Kaffee in Bremen, um den Miet-Transporter für unser Equipment abzuholen und anschließend David und Jana beim Meisenfrei zu treffen.
Leider haben wir bei unserer ansonsten tadellosen Planung, neben dem extremen Schlafmangel, auch den alljährlichen Freimarktumzug in der Bremer Innenstadt völlig vergessen, was dazu führt, dass wir trotz mehrfachem und freundlichem Bitten bei den örtlichen Polizisten dennoch unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen. Wir können das Meisenfrei aufgrund diverser Straßensperrungen schlichtweg nicht anfahren.

Während wir uns noch Gedanken machen, wie schmerzhaft genau es wird, das sämtliche Equipment durch die gesperrten Straßen zum Transporter zu tragen – schließlich muss die Bühne für die folgende Band an diesem Abend schnellstmöglich geräumt werden – meldet sich eben diese krankheitsbedingt für den heutigen Abend ab.
Schnell ist nach Absprache zwischen David, Jana und dem Meisenfrei der Plan gefunden, dass wir die Vertretung für den erkrankten Michael Dühnfort spielen sollen.

Gesagt, Getan! Schnell werden alle Pläne und Termine für den weiteren Tag geändert und verschoben (und seien es nur welche auf der heimischen Couch gewesen).
Der Gig selbst verläuft nach einem leckeren Abendessen beim benachbarten Griechen super, wir sind nach all der Anspannung sehr glücklich, einfach wieder „nur“ Musik zu machen. Und das merken wir in jedem Augenblick auf der Bühne.

Ein tolles Wochenende endet schließlich wie immer vor unserem Proberaum (netterweise waren nachts die Straßen zum Abtransport des Equipments wieder freigegeben). Und bereits bzw. noch im Proberaum beim Abstellen der Instrumente, besprechen wir die ersten Schritte der nun kommenden Pläne und Abendteuer!!!

So soll es sein, so wünscht man es sich.


Fotos: Thomas Borchardt