England – London, Welwyn Garden & Birmingham

Crossing Borders

Einträge für dieses, unser Tourtagebuch zu schreiben, ist eine schöne, wie auch einfache Aufgabe. Denn zu gern erinnere ich mich an unsere magischen und einschlägigen Momente und teile diese. Aber diesmal, fällt es mir tatsächlich schwer, den Anfang zu finden für unseren großen 3-Teiler, der von unserer England-Reise erzählt …
Es ist so viel Außergewöhnliches in so kurzer Zeit passiert …

Es beginnt mit einer außergewöhnlichen Abfahrtzeit am Proberaum. 5:00 Uhr in der Früh. Das bedeutet für mich, die Nacht endet um 4:00 Uhr (wo sie doch erst um 0:30 Uhr begonnen hatte). Aber das Aufstehen fällt mir nicht schwer, denn die Aufregung auf unsere Reise und die allerersten Eyevory Konzerte auf der Insel, lassen meinen Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen.
Wir packen also kurz vor Sonnenaufgang das nötigste Equipment am Proberaum ins Auto – wir, das sind in dem Fall Kaja, David und ich. Christian ist bereits einen Tag zuvor geflogen. Und stellen fest: Es passt nicht. Es wird also diskutiert, worauf man noch verzichten könnte, wir packen alles noch einmal aus und wieder ein. Und dann passt’s und es geht los!

Ich mache den Anfang und fahre über die Niederlande bis nach Belgien. Dort kann Kaja mich am Steuer ablösen und es geht weiter nach Frankreich zum Fährhafen in Calais. Wir sind pünktlich und es ist auch nicht viel los. Wir haben zwar Karfreitag, aber vielleicht sind die meisten schon am Donnerstag in den Oster-Urlaub aufgebrochen.
Auf der Fähre genießen wir in großen Sesseln den Panoramablick auf den Nordatlantik (oder ist das noch die Nordsee…?) bei einer Tasse Kaffee.

Kaja und ich diskutieren, wer von uns beiden gleich das Auto von der Fähre steuert, denn es geht dann direkt im Linksverkehr weiter und keine von uns beiden hat diese Erfahrung bereits gemacht. Kaja ist mutig und opfert sich schließlich freiwillig. Wir machen uns ein wenig Sorgen und sitzen nicht so ganz entspannt im Auto … Aber sie macht das super und bringt uns sicher bis nach London, aber leider auch direkt mitten durch London, was eigentlich vermieden werden sollte, da es im Innenstadtbereich von London sogenannte „Ristricted Areas“ gibt, die man nur nach ausdrücklicher Genehmigung der Britischen Regierung durchfahren darf, wenn man hohe Geldbußen vermeiden möchte (wir haben aber Glück und können das gerade noch so verhindern). So stehen wir also gegen 18:00 Uhr am Bahnhof Kings Cross (Harry lässt grüßen) im Oster-Stau.
Fix und fertig aber unfallfrei landen wir etwa 20:00 Uhr an unserem Hostel im Norden Londons, checken ein und stoßen in einer ausgezeichneten Craft Beer & Burger Bar auf unseren 5-Länder-Ganztagestrip mit Linksverkehr an. (Da soll noch mal einer sagen, Frauen könnten nicht Auto fahren!)
Relativ früh fallen wir in unsere Betten in unserem Gefängniszellen-großen Dreibettzimmer, ohne Bad.

Am nächsten Morgen gibt es ein ausladendes Frühstück, bestehend aus Toast, Marmelade und EINEM (wirklich 1 pro Person – war abgezählt!) Croissant. Tja … It’s a glamorous life …
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von „Sightseeing“. Da wir die üblichen Verdächtigen, wie Tower Bridge, Buckingham Palace usw. aber schon kennen, entscheiden wir uns für DEN Ort für Musiker in London: Abbey Road Studios, inklusive Zebrastreifen!
Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis wir vor Ort im strömenden Regen einen Moment für ein Foto von uns auf dem berühmtesten Zebrastreifen der Welt finden – ohne Autos, Busse oder andere Touristen im Bild.
Danach treffen wir am legendären Camden Market endlich auf Christian und eine wilde Essens- und Shopping-Orgie beginnt. Sie mündet zu viert in einem Fotoautomaten (wenn wir schon neue Pressefotos brauchen …).

Danach geht’s zurück zum Hostel, ins Auto und schließlich zum ersten Eyevory Konzert auf britischem Boden im „Green Room“ in Welwyn Garden, ein Vorort von London. Mir ist irgendwie so gar nicht nach „auf die Bühne gehen“ …

//von: David

Walter White & The Pink Bunnies oder: Auf der Suche nach einer Toilette

Backstage im „Green Room“
Das erste, was wir vom „grünen Raum“ sehen ist eine enge, steile Treppe. Als wir unser Zeug hochtragen, wird mir wieder sehr deutlich vor Augen geführt, warum ich keine 4x12er Box mehr spiele. Ich glaube, die Box hätten wir auch nicht hochbekommen. Nichtsdestotrotz ist der „Green Room“ durchaus eine nette Location: eine ausreichende Bühne, gute Ausstattung und ein freundlicher, kompetenter Techniker.
Der Backstagebereich besteht aus einer Abstellkammer. Wie das für vier Bands ausreichen soll, weiß ich nicht, aber irgendwie bekommen wir den begrenzten Platz schon aufgeteilt.
Wir teilen uns heute die Bühne mit drei weiteren Bands – alle mit weiblichem Gesang. Eine der drei Bands hat uns freundlicherweise auch diesen Auftritt verschafft. Vielen Dank an Andy von „Orpheum“ an dieser Stelle.
Nach unserem Soundcheck werden nacheinander alle anderen Bands zu einem Linecheck (das ist ein sehr kurzer, rudimentärer Soundcheck) verdonnert, was ich bis heute nicht ganz verstehe, aber gut: andere Länder, andere Sitten. Offenbar scheint es ebenso eine Sitte zu sein, den Bands nichts (null, nothing!) zu essen und zu trinken anzubieten. Das hat mich schon ein wenig erschüttert, muss ich zugeben.
Unser Auftritt in Welwyn Garden geht gut über die Bühne. Den Leuten gefällt’s.

Der nächste Tag beginnt wieder mit besagtem Frühstück. Danach checken wir aus und machen uns auf den Weg nach Birmingham. Da Christian separat anreist und das Datum auf den ersten April fällt, erlauben wir uns einen kleinen Scherz. Angeregt durch Kaja schreiben wir Christian, dass unser Auto liegen geblieben ist und wir nicht absehen können, ob wir rechtzeitig ankommen werden. Seine Antwort-SMS erweckt nicht den Eindruck, dass es ihn schockiert oder beeindruckt. Das macht uns sehr stutzig. Wir legen noch einen drauf, indem Jana schreibt, dass er schon mal ohne uns den Soundcheck machen soll. Die Gitarren bekäme er von einer Band namens „The Pink Bunnies“. Sein Ansprechpartner sei ein gewisser „Walter White“. Alles erstunken und erlogen. Als wir kurz danach mit dem Auto, putzmunter vor ihm stehen, fällt es ihm dann wohl wie Schuppen von den Augen, was geschossen ist.

Das Festival, auf dem wir heute spielen, nennt sich „Quinphonic Festival“ und wir verbinden mit diesem Festival eine etwas längere Geschichte. Als wir vor zwei Jahren angefragt wurden, ob wir im Herbst 2016 dort spielen wollen, wurde Jana kurz drauf schwanger und wir mussten absagen. Die Organisatoren waren sehr nett und haben uns bereitwillig einen Slot im Frühjahr 2017 angeboten. Dann wurde Kaja schwanger und wir mussten ein weiteres mal absagen. Zu unserem großen, freudigen Erstaunen, hat man uns erneut einen Termin für dieses Frühjahr angeboten. Vielen Dank dafür!

Die Spielstätte, in der wir dieses mal spielen, ist zugegebenermaßen ziemlich klein und sehr gemütlich. De facto so gemütlich, dass wir unsere Cases und alles, was wir so dabei haben, im Publikumsraum parken müssen. Das liegt daran, dass die Location, der „Tower of Song“ keinen Backstagebereich hat. Somit wird es auch sehr schwer für uns, uns umzuziehen.
Zum Glück haben wir zwischen Ankunft und Showtime zwei Stunden Zeit, die wir nutzen für eine ausgiebige Suche nach einem Lokal, wo wir uns für die Show fertig machen und auf dem Wege noch etwas essen können.
Zunächst geraten wir an eine amerikanische Fastfood Kette, die sich auf panierte Hähnchen spezialisiert hat. Da nicht alle in dieser Band ein gesteigertes Interesse an dem Essen haben, ziehen wir weiter. Erneut eine amerikanische Fastfood Kette, dieses mal gibt es belegte Baguettes. Nach der Stärkung erfahren wir das Undenkbare: Es gibt dort keine Toiletten. Also gehen wir wieder zurück zum Hähnchen-Röster. Die haben Toiletten, allerdings sind die nicht so der Hit. Also ziehen wir wieder weiter. Wir sehen ein weiteres Lokal, was – Ostern sei Dank – brechend voll ist und wir keinen Sitzplatz bekommen, um uns den Gang zur Toilette zu „erkaufen“. Freundlicherweise lässt man uns auch so die Toilette benutzen.

„Stage“ Shot in Birmingham
Zurück am Venue geht es dann auch direkt los. Wir sind genau rechtzeitig da und beginnen sofort mit dem Aufbau. Dies stellt uns vor die Herausforderung, dass wir uns in einem dunklen Raum durch Trauben von Menschen „kämpfen“ müssen, um Equipment von A nach B zu transportieren. Auch die für unsere Anforderungen recht kleine – ebenerdige – Bühne stellt uns vor Herausforderungen und – auch, wenn ich durchaus in der Lage bin, ein gutes Englisch zu sprechen – die Sprachbarriere tut ihr übriges. Der Aufbau ist wirklich chaotisch, was sonst nie vorkommt. Ernsthaft. Und für mich grenzt es an ein Wunder, dass ich nicht durchdrehe, da es Probleme mit dem Strom gibt und mit unserem In-Ear-Sender, die aber zum Glück alle beseitigt werden können. Die Show kann beginnen.

//von: Kaja

Goodbye England’s Folks

Kaum, dass der erste Song erklingt, erfüllt den kleinen Raum eine gewisse Magie. Wir spüren, dass zwischen uns und dem Publikum der Funke überspringt, die Stimmung sich auf beiden Seiten von Song zu Song steigert und unsere anfängliche Skepsis gegenüber der Location einer ausgelassenen Spielfreude weicht. Das Publikum des Quinphonic Festivals weiß wahrlich den kleinen Saal zum kochen zu bringen. Nach dem Konzert führen wir viele nette und anregende Unterhaltungen und freuen uns, unsere Musik auch durch einen regen Merchverkauf über die Grenzen Deutschlands hinaus unter die Menschen und in ihre Ohren bringen zu können.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Ian und Jacky als Organisatoren des Festivals ganz herzlich bedanken! Die beiden betreiben das Quinphonic Festival mit so unglaublich viel Herzblut und Engagement; wir haben uns jedenfalls sau wohl gefühlt!

„Turtle Bay“ best Birmingham Restaurant!
Nach unserem Gig genießen wir noch die Musik vor Ort und fahren anschließend zurück ins Zentrum von Birmingham, um unser Auto am Hostel abzustellen und dann noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir finden einen Parkplatz direkt vor dem Hoteleingang und lassen die nette Dame am Empfang ein Taxi für uns rufen. Wie nebenbei fragt Jana noch kurz, ob die Gegend rund um unsere Unterkunft sicher sei; zu unserem Erstaunen wurde diese Frage jedoch sofort verneint. Wir sind irgendwie im Ghetto von Birmingham gelandet. Das heißt dann wohl, dass wir unser gesamtes Equipment ins Hostel ausladen müssen. Just in case …
Nach getaner Arbeit fahren wir dann ins Zentrum und finden glücklicherweise ein afrikanisches Restaurant, was von außen einen wirklich guten Eindruck macht. Nachdem wir uns in den letzten Tagen hauptsächlich von Fastfood ernährt haben (Pommes belegen hierbei sehr wahrscheinlich den ersten Rang in unserer Nahrungskette der letzten Tage), haben wir große Hoffnung, dass es in diesem Lokal ein wenig gesünder zugeht. Wir betreten den Laden und können feststellen, dass wir uns zumindest keine Sorgen um unsere Flüssigkeitsversorgung an diesem Abend machen müssen, denn auf jedem Tisch stehen massenhaft Cocktails und nach einem Blick in die Karte stellt sich heraus, dass wir mitten in die Happy Hour geplatzt sind. Juhu!!!!! Es dauert zwar ein wenig, bis wir den Hinweis darauf in der Karte verstehen, aber das ist sicher der späten Uhrzeit geschuldet. In der Getränkekarte sind folgende Zahlen zu lesen: 2,4,1. Na, wer steht jetzt auch ein wenig auf dem Schlauch???
Auch unsere Hoffnung auf gutes Essen wird mehr als erfüllt. Bei Speis und Trank wird uns im Laufe des Abends immer bewusster, dass dies schon der letzte Abend unserer kleinen aber feinen Tour durch Großbritannien ist und wir führen intensive Gespräche über die letzten Tage und über das, was in der Zukunft noch alles so kommen mag …
Zurück am Hostel fallen wir in unsere Betten und schlafen ganz schnell ein, denn es liegt eine anstrengende Heimreise vor uns.

Nach einem recht schnellen Frühstück brechen wir auf in Richtung Heimat. Unser erstes Ziel ist die Fähre in Dover. Da wir noch ein bisschen Zeit haben, halten wir vor unserem Check-in an der Fähre noch an einem britischen Supermarkt und kaufen für unsere Liebsten daheimgebliebenen noch ein paar typisch britische Mitbringsel ein. Angekommen an der Fähre trifft uns dann fast der Schlag. Die Autoschlange bis zum Check in Point ist unfassbar lang und laut elektronischer Anzeige beträgt unsere Wartezeit bis zur französischen Grenzkontrolle ca. 90 Minuten. Dumm nur, dass unsere Fähre in 45 Minuten ablegen soll. Ich mache mich also auf den Weg und versuche herauszufinden, wie wir es dennoch rechtzeitig auf unser fest gebuchtes Schiff schaffen. Ich spaziere an allen Autos der Schlange vorbei in Richtung Grenzkontrolle und treffe kurz vorher auf einen netten Mitarbeiter des Fährhafens. Er erlaubt uns, eine freie Autospur neben der unsrigen zu nutzen, um so rechtzeitig am Check-in Point sein zu können. Und auch wenn wir von dem netten Autofahrer vor uns als „Schweinhund“ beschimpft werden, folgen wir dem Rat und fahren an der gesamten Autoschlange vorbei und erwischen so tatsächlich noch unsere Fähre. Von diesem Zeitpunkt an ist zu spüren, dass unsere Energie immer mehr abnimmt. Auch wenn wir alle noch ziemlich aufgeladen sind von den Ereignissen der letzten Tage, nagt nun auch an uns die Müdigkeit und Erschöpfung. Dennoch haben wir noch eine siebenstündige Autofahrt vor uns und zum Glück meistern Jana und ich diese ohne Zwischenfälle. Um 01.30 Uhr in der Nacht, nach einer Gesamtfahrzeit von sage und schreibe 18 Stunden, kommen wir an unserem Proberaum an, laden unser Equipment aus und fallen uns erschöpft aber glücklich in die Arme.

In einem sind wir uns alle trotz der lähmenden Müdigkeit einig: Dieses Erlebnis will niemand von uns missen! Es war einfach nur geil!!!!!

Viersen, Rock-Kultur-Werkstatt

Finale

Nun ist es also soweit: Zero-Day. Der letzte Tag unserer „Female Voices of Progressive Rock“ Tour findet in Viersen statt. Von unseren Kollegen von Ashby wurden wir in die Rock-Kultur-Werkstatt eingeladen. Eine Location, die ich als speziell und kreativ beschreiben würde – vor allem aber zugig. Und bei Minus 6 Grad ist das grenzwertig. Aber das Team ist super engagiert und lässt es uns an nichts fehlen.

Das Treppenhaus inspiriert mich zu einem Bandfoto. Weshalb es kurz vor unserem Auftritt zu einem spontan Fotoshooting kommt.

Die Konzerte von uns und Ashby sind heute ganz besonders energetisch und man hat das Gefühl, heute möchte jeder noch mal alles geben.

Ein gemeinsames Gruppenfoto zum Abschied … Und der letzte Ton verklingt …

Die Aftershow Party wird dann noch richtig ausgefallen. Erst um 5:30 Uhr fallen wir ins Bett. Was dazwischen geschah bleibt ein gut behütetes Geheimnis dieser Band.

Danke, Leute für die tolle Zeit!

Leverkusen, K1

Endspurt

Es ist Donnerstag Abend, ich packe meinen Koffer und blicke dabei mit gemischten Gefühlen dem bevorstehenden Wochenende entgegen. Einerseits freue ich mich tierisch auf zwei weitere Gigs im schönen Nordrhein Westfalen und auf der anderen Seite bin ich ein wenig traurig, da es die beiden letzten Konzerte mit der Band „Ashby“ im Rahmen der „Female Voices Of Progressive Rock Tour“ sein werden.

Wir läuten das Wochenende traditionell mit dem obligatorischen Einladen unseres Equipments am Proberaum in Bremen ein. Pünktlich starten wir in Richtung Westen. Doch es scheint so zu sein, dass wir heute einen dieser besonderen Freitage erwischt haben. Einen dieser Freitage, an denen man besser kein Auto fahren sollte und schon gar nicht auf der A1. Gefühlte 100 Mal erzählt uns unser Navi, dass die Route unter Berücksichtigung von Verkehrsstörungen neu berechnet werde. Nach 5,5 Stunden kommen wir dann aber doch tatsächlich in unserer Zielstadt Leverkusen an. Wir amüsieren uns über die Tatsache, dass wir in der Straße des Venues bereits zum vierten Mal ein Konzert geben und fragen uns, ob sich alle Veranstaltungsorte dieser Stadt auf einem Haufen tummeln. Sei es drum, das K1 scheint eine wirklich coole Location zu sein.

Da jetzt ein gewisser Zeitdruck besteht, laden wir in Windeseile aus und machen einen kurzen Soundcheck. Dank unseres routinierten Tontechnikers funktioniert aber auch in solchen Situationen alles bestens organisiert, routiniert und reibungslos.

Vor-der-Show-Ritual
Vor voller Hütte und einem coolen Publikum spielen wir einen energiegeladenen Gig, bei dem ich das Gefühl habe, dass wir uns mit Christian an dem Drums immer mehr freispielen können. Dieses Gefühl macht Lust auf mehr.

Gegen 00.00 Uhr brechen wir auf und fahren in unsere gemeinsame Unterkunft für dieses Wochenende. Gespannt sehen wir dem morgigen Tourfinale in Viersen entgegen. Gute Nacht!

Großefehn, Schlappohr

Hoch im Norden

Das nördlichste Ziel unserer „Female Voices of Progressive Rock“ Tour liegt in Ostfriesland, zwischen Emden und Aurich, genauer in Großefehn.
Dort gibt es an der gefühlt längsten Straße Ostfrieslands die „Schlappohr“ Rockkneipe. Und genau dort trifft sich heute die Eyevory-Ashby Band, die seit Barsinghausen auch den liebgemeinten Nickname „ASHVORY“ trägt, um progressive Klänge auf dem platten Land zu verbreiten.

Wir reisen heute sogar aus der selben Richtung an, denn während Ashby aus ihrer Heimat, Mülheim an der Ruhr, starten, kommen wir direkt aus Gelsenkirchen, wo wir den Abend zu vor ein Außer-der-Reihe-Konzert mit den „Queen Kings“ gerockt haben.

 

 

Frühstück in Gelsenkirchen
Außer uns ist kaum ein Auto auf den Straßen (könnte auch daran liegen, dass wir diesmal die A1 vermieden haben), so dass wir jede Menge Zeit für eine gemütliche Kaffee-Pause am schönen Hafen in Leer einlegen und das frühlingshafte Wetter genießen.

Der Bühnenaufbau im Schlappohr gleicht dann einem Abendteuer – aber dank unseres großartigen Technikers, Nils, klappt am Ende alles super!
Und nachdem David’s und Christian’s Bühnenklamotten in der Backstage-Küche unfreiwillig ein Bad im Kühlwasser einer Eismaschine genommen haben, gehen wir heute mal wieder als erste Band des Abends auf die Bühne.
Ashby geben den Ostfriesen noch eine Schippe oben drauf und es verklingt ein weiterer Abend unserer gemeinsamen Tour in den Weiten Norddeutschlands …
Nun sind nur noch 2 Shows übrig und ich weiß jetzt schon, dass ich „Ashvory“ sehr vermissen werde …


Fotos: Adam Zegarmistrz Glagla