Duisburg, Gleis Drei

Gruselstimmung im Gleis 3

Auf Rees folgt Duisburg. Wir beginnen den Tag ein wenig gerädert von den Geschehnissen der letzten Nacht mit einem ausgiebigen Frühstück. Christians Ohr geht es leider noch nicht merklich besser und wir machen uns ernsthafte Gedanken darüber, ob wir den heutigen Gig überhaupt über die Bühne bringen können. Unsere Überlegungen führen uns aber letztendlich zu einer Möglichkeit Christians Ohr auf der Bühne bestmöglich zu schützen und wir entscheiden uns dafür, das Konzert mit einer etwas verkürzten Setlist zu spielen. Am Venue angekommen werden wir herzlich in Empfang genommen. Die Stimmung ist sehr vertraut, was vermutlich damit zusammenhängt, dass wir uns mit dem Veranstalter Hanjo Buch schon mehrfach eine Bühne geteilt haben. Neben seiner Tätigkeit als Konzertveranstalter spielt Hanjo nämlich den Bass in der befreundeten Band „Nextlevel“. Aufbau und Soundcheck verlaufen reibungslos, so dass wir zügig die Bühne für den Supportact „Smokemaster“ freimachen können.

Kommen wir nun zu der beliebten Rubrik „Backstagebereiche der besonderen Art“. Diese Räume haben oft einen ganz besonderen Charme an sich. Wir hatten schon alles dabei: Kalte und schimmelige Kellerräume, einen Wohnwagen mit Charme, Luxus mit Lachs und Kaviar, keinen Backstagebereich, etc. Heute führt uns unser Weg auf einen Dachboden mit Gruselfaktor. Wir öffnen die Tür und im ganzen Raum verteilt begrüßen uns eiskalte Händchen, Skelette, Horrormasken und noch viel mehr angsteinflößendes Zeug und sie warten darauf an Helloween ihr Unheil treiben zu dürfen. Wir haben den Gestalten auf jeden Fall schon mal an diesem Abend ein wenig Leben eingehaucht und hatten dabei eine Menge Spaß.

Um 21 Uhr betreten wir guten Mutes die Bühne, doch irgendwie hat sich die Technik vorgenommen, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Hörsituation auf Davids und Christians In Ear Monitoring ist katastrophal und leider merken wir erst relativ spät, dass hierfür vertauschte Kanäle im Mischpult verantwortlich sind. Nachdem dieser Fehler behoben wurde, läuft aber alles glatt und wir dürfen unser Konzert vor einem gut gelaunten Publikum zu Ende bringen.

Wir lassen den Abend dann aber trotz der widrigen Umstände bestens gelaunt in unserer Unterkunft ausklingen und freuen uns innerlich bereits tierisch auf den kommenden Gig der besonderen Art am 26.10. in der Heimat.

Fazit des Abends: Zu viel Haselnusslikör ist auch nicht gut.