Stuhr, S:O:A

Singing in the rain

Stuhr S:O:A EyevoryEndlich haben wir eine der seltenen Gelegenheiten, vor heimischem Publikum und an der frischen Luft laut zu werden. Es ist nicht so, dass wir in und um Bremen herum nicht oft genug live spielen, aber es gibt tatsächlich wenige Open Airs hier in der Region, die sich „trauen“, eine Band wie uns einzuladen. Zwischen ganz viel Indie, Rock und Pop sind wir eben Exoten und werden auch als solche gehandelt.

Umso mehr freuen wir uns über die Zusage vom S:O:A – Stuhr Open Air, einem sehr vielfältig aufgestellten Festival bei Bremen, mit herzlicher, familiärer Atmosphäre.

Während unserers Bühnenaufbaus bricht plötzlich ein Platzregen erster Güte vom Himmel. Das Publikum, was gerade noch der Band „Gentility“ auf der anderen Bühne lauscht, verkriecht sich fluchtartig unter diversen Dächern und Unterständen. Wir haben zwar ein Dach über unserer Bühne, aber zum Umziehen und Essen nach dem Aufbau muss trotzdem eine Strecke zwischen Bühne und dem gegenüberliegenden Gutshaus zurückgelegt werden; da kann selbst das Haarspray mit der „3“ im Namen nicht standhalten.
Egal, Rock ’n‘ Roll eben.

Und dann: Kaum fangen wir an zu spielen, klart der Himmel auf und der Regen verzieht sich für den Rest des Abends – großartig!

Ich habe mir einen Zeh gebrochen, weshalb ich meine Bühnenschuhe nicht tragen kann. Barfuß scheint mir da die beste Alternative und damit der Größenunterschied zwischen Kaja und mir nicht noch extremer ist, als ohnehin schon, gehen wir kurzerhand einfach beide barfuß auf die Bühne – geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid.
Wir spielen uns hinein in die Sonnenuntergangsstimmung und lauschen nach einem rasanten Umbau den noch folgenden Acts.

Ein schöner Abend auf dem S:O:A geht zu Ende und wir danken dem wetterfesten Publikum und den lieben Veranstaltern, die dieses Festival wirklich mit ganz viel Herzblut und höchst proffesionell organisiert haben!


Fotos: Nicole Schade